
Hören Sie auf, mit Ihren UV-Systemen zu raten!
Schon seit langer Zeit werden UV-Heiz- und Desinfektionslampen als „einfach einzustellende“ Geräte angesehen. Man schließt sie an das Netz an, stellt einen Timer ein – und hofft einfach, dass die Geräte ihre Aufgabe erfüllen.
Das ist jetzt vorbei.
Der neue Ansatz besteht darin, genau zu wissen, was in den Lampen vor sich geht. Durch die Integration von Energieüberwachungseinheiten in die Schaltkreise können wir den Energieverbrauch sowie den Verschleiß in Echtzeit überwachen.
Das Problem mit der „dunklen Dekadenz“
Das Problem bei herkömmlichen UV-Lampen ist folgendes: Sie können einem etwas vormachen. Sie leiden unter sogenannter „dunkler Dekadenz“. Die Lampe scheint zwar beleuchtet zu sein – doch die tatsächliche UVC-Leistung nimmt bereits lange vor dem eigentlichen Ausfall der Lampe ab. Man glaubt, etwas zu desinfizieren oder zu härten – doch das stimmt nicht.
Durch den Einsatz intelligenter Sensoren im Ballast sowie in der Lampe selbst können wir die Leistung sowie die Spannung überwachen. Wenn sich der Energieverbrauch um 5–10 % ändert, handelt es sich um ein Warnsignal dafür, dass die Strahlungsintensität abnimmt.
Anstatt zu raten, basierend auf einem Kalender oder Timer, kann man einfach auf ein Display schauen. Man sieht sofort, wenn die Effizienz nachlässt – noch bevor das Produkt die Qualitätskontrolle nicht mehr besteht. Dadurch entfällt das Raten.
Die Nachteile (Denn nichts ist perfekt)
Natürlich kostet all diese Technologie Geld. Zunächst nimmt sie mehr Platz in Anspruch – der Ballast wird etwas größer, da elektronische Komponenten sowie IoT-Module hinzugefügt werden müssen, um die Daten in die Cloud zu übertragen.
Außerdem entsteht Wärme. In industriellen Trocknungsanlagen herrschen extreme Temperaturen – intelligenten Sensoren steht das nicht gut. Wenn sie zu heiß werden, geben sie falsche Messwerte ab.
Um das zu beheben, müssen die Sensoren physisch von der UV-Quelle getrennt werden. Ein weiterer Tipp: Stellen Sie sicher, dass Ihr Kühlsystem wirklich effektiv funktioniert – sonst sind die Messwerte nutzlos.
Warum das wichtig ist
Das Beste daran: Man kann endlich auf handgehaltene Radiometer verzichten. Keine manuellen Untersuchungen mehr. Man erhält kontinuierlich Daten darüber, wie viel Energie pro Einheit verbraucht wird. Dadurch wird das UV-System von einem „blinden“ Gerät zu einem Teil der Produktionslinie, das man tatsächlich messen und steuern kann.