
Wenn man eine KTK-Elliptikalbahn auf dem Boden verwendet, ist das ständige An- und Abschalten der Lampe wirklich belastend für sie. Jedes Mal, wenn die Lampe gestartet oder abgeschaltet wird, entstehen thermische Schocks, die die Lampe stark belasten. Herkömmliche Ersatzlampen brechen dabei, ihre Leistung sinkt, und die Qualität der Behandlung wird beeinträchtigt. Deshalb haben wir eine UV-Lampe entwickelt, die mit den Anforderungen von KTK-Maschinen umgehen kann – ohne dass dabei die spektrale Leistung oder die Betriebszeit beeinträchtigt werden.
Wichtig ist, dass genügend Energie an die Tinte abgegeben wird. Diese Lampe hält den Quecksilberdampfgehalt bei 365 nm – dem Wellenlängenwert, bei dem Photoinitiatoren in den meisten UV-Tinten zerlegt werden. Die maximale Strahlungsintensität liegt bei über 12 W/cm² bei der im KTK-System verwendeten Entfernung zum Lichtbogen. Das entspricht 600–900 mJ/cm² pro Durchgang. Das reicht aus, um eine vollständige Vernetzung der Tinte zu erreichen – selbst dann, wenn die Fördergeschwindigkeit zwischen 200 und 800 Folien pro Minute schwankt. Ein mit Dichroikschicht versehener Reflektor sorgt dafür, dass die Lampe nicht überhitzt. Zudem verhindert das ozonfreie Quarzglas ein Überhitzen der Glühfäden.
Der Grund, warum diese Lampe in solchen Bedingungen funktioniert, liegt in ihrer Belastbarkeit. Wir haben die Elektrodenanbindung sowie die Vorheizfunktion verbessert, sodass die Lampe 30.000+ Mal pro Monat gestartet werden kann. Die Lampe behält auch bei häufigen Starts ihre Leistung bei – dadurch bleibt die Qualität der Behandlung konstant, der Rückstand an Klebrigkeit verschwindet, und die Menge der fehlerhaften Produkte nimmt ab. Der Stromverbrauch bleibt im Rahmen dessen, was die ursprüngliche Hanovia-Lampe braucht. Die Lebensdauer der Lampe beträgt bei häufigem Einsatz mehr als 3.000 Stunden – dadurch sind weniger Austausche nötig und die Kosten pro behandeltem Produkt sinken.
Ein paar praktische Hinweise: Stellen Sie sicher, dass die Geometrie des Reflektors sowie die Länge des Lichtbogens zu Ihrem KTK-Modul passen. Andernfalls wird die Strahlungszufuhr ungleichmäßig sein. Überprüfen Sie vor der Installation auch die Kompatibilität des Ballastgenerators sowie die Polarisierung der Anschlüsse – ungeeignete Geräte können dazu führen, dass die Lampe frühzeitig kaputt geht. Rechnen Sie damit, dass es einen Aufwärmprozess von 5–8 % gibt, bevor die volle Leistung erreicht wird.
Nutzen Sie außerdem einen Radiometer, um die Strahlungsintensität in mJ/cm² zu messen. Wenn Sie nahe an den maximalen Betriebszyklen arbeiten, planen Sie den Austausch der Lampe bereits nach etwa 2.500 Stunden ein.